| Kaum Wahlkampf für neuen KFA Südthüringen |
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Kaum Wahlkampf
Nach gegenwärtigem Stand ist Dittmar Börner der einzige Kandidat für den Vorsitz des neuen Fußball-Großkreises. Eugen Frühauf hat seine Kandidatur zurückgezogen. Von Jan-Thomas Markert Hildburghausen - Offenbar wird es beim Kreisfußballtag am Samstag in Eishausen nur für eines der Vorstandsämter des Fußball-Großkreises zu einer Kampfabstimmung kommen. Manfred Brehm aus Bedheim und Mario Kluck aus Effelder bewerben sich um die Position des Spielausschussvorsitzenden des neuen Gebildes, das im Zuge der Strukturreform des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) aus den beiden Fußballkreisen Hildburghausen und Sonneberg entstehen soll. Zuvor werden die beiden bisherigen Kreise eben in Eishausen beziehungsweise in Steinach aufgelöst. Dagegen hat Eugen Frühauf aus Waldau, den Dr. Michael Brodführer, der Vorsitzende des SC 07 Schleusingen, vorgeschlagen hatte, seine Kandidatur für den Vorsitz am Montagabend im Rahmen einer Sitzung des Kreisfußballausschusses (KFA) zurückgezogen. Damit ist Dittmar Börner, der Chef des KFA Hildburghausen, gegenwärtig der einzige Kandidat für das Amt des ersten Mannes im Großkreis. "Die Gründe für meinen Verzicht sind rein beruflicher Art", sagte Frühauf, der innerhalb der nächsten drei Jahre für längere Zeit im Ausland weilen wird. "In dieser sicher nicht einfachen Übergangszeit für den Fußball muss man aber präsent sein, um das Amt auch auszufüllen." Dennoch kandidiert Frühauf für den Vorsitz des Sportgerichtes, den er in Hildburghausen bereits inne hat. "In dieser Position habe ich eine gewisse Routine und weiß, was gehauen und gestochen ist. In das andere Amt hätte ich mich dagegen erst einarbeiten müssen", begründete Frühauf, dessen Vertretung jeweils Peter Wagenschwanz aus Dingsleben übernehmen wird, wenn dieser ins zweite Glied gewählt werden sollte. Aus der Gerüchteküche Nach Frühaufs Kandidatur hatte es Gerüchte gegeben, Dittmar Börner, der bereits seit 20 Jahren als Vorsitzender fungiert, wolle seinen Verzicht erklären. "Mit dem Gedanken habe ich mich getragen", sagte der 59-jährige Börner. "Eugen hatte in den Beratungen in den zwei Jahren zuvor nie so etwas verlauten lassen. Deshalb wäre ich über seine Kandidatur schwer enttäuscht gewesen." Nach Zuspruch aus dem Sonneberger, aber auch dem eigenen Kreis, die Arbeit in Sachen Großkreis auch nach der mehrjährigen Vorbereitungszeit des Zusammenschlusses fortzuführen, habe er diesen Gedanken aber ad acta gelegt, sagte Börner, zumal Frühauf in der KFA-Sitzung dann seinen Verzicht erklärt hatte. Nach Lage der Dinge wird es also in Eishausen kein großes Wahlprozedere geben, wenn nicht aus den Vereinen noch Vorschläge folgen, die über die bisherige Kandidatenliste hinaus gehen. Denn auf dieser ist auch für die weiteren Ämter jeweils nur ein Kandidat zu finden, wie etwa der Vorsitzende des TFV-Sportgerichtes Jens Krauße (Lauscha), der stellvertretender Vorsitzender werden soll, und Günther Both (Gleichamberg), der für die Position des Finanzwartes antritt. Vorschläge sind aber selbst am Wahltag vor Ort noch möglich. Allerdings muss der jeweils Auserkorene auch seine Zustimmung zur Kandidatur erteilen. Dieser positive Bescheid ist nicht gewiss, weil ein solches Ehrenamt zumeist reichlich Arbeit verheißt und somit viel Zeit kostet, die sich nicht jeder nehmen will oder nehmen kann. Dr. Michael Brodführer, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Ilmenau im Bereich Medienrecht arbeitet, und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Sport- und Vereinsrecht lehrt, hätte sich deutlich mehr Bewerber und Vorschläge gewünscht. "Es soll eine wirkliche Wahl sein, und wer sich demokratisch durchsetzt, muss dann nach Kräften unterstützt werden", hatte der Vorsitzende des SC 07 Schleusingen gesagt, als er Eugen Frühauf für den Vorsitz vorschlug und begründete: "Wir wollen den möglichst besten Kandidaten für die richtige Position finden. Eugen halte ich für einen sehr guten Kandidaten, dem ich dieses Amt zutraue." Indirekt übte Brodführer damit Kritik an der Arbeit des KFA, sicherte aber auch Börner den entsprechenden Rückhalt zu, falls dieser siegen sollte. Der vorletzte Schritt Insgesamt sind am Samstag in Eishausen 106 Delegierte stimmberechtigt, davon 64 aus 48 Hildburghäuser Vereinen und 42 aus 26 Vereinen Sonnebergs. In ihren Beratungen hatten sich die KFA der beiden Fußballkreise auf den Schlüssel von einem Delegierten pro angefangenen Hunderter der Mitgliederzahl jedes Vereins geeinigt. Die Bildung der neun Großkreise aus den 21 Fußballkreisen ist der vorletzte Schritt der Strukturreform des TFV, die auf dem Verbandstag am 2. Juni in Jena mit der Verabschiedung der komplett überarbeiteten Satzung und der acht Ordnungen abgeschlossen werden soll. Zuvor waren die drei Fußballbezirke aufgelöst worden, weshalb es statt der bislang dreistufigen nunmehr eine zweistufige Verwaltung mit dem Landesverband und den neuen Großkreisen geben wird. In diesem Zuge werden die Regionalklassen als Nachfolger der Bezirksligen ab der kommenden Saison von Kreishand betreut und heißen künftig folgerichtig Kreisoberligen. Quelle: Freies Wort |
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