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10. Spieltag - Kreisoberliga Südthüringen 07.10.2017

TSV Germania Sonneberg-West – SC 07 Schleusingen 6:0

Ist das ein Rückschlag?
Wer das Spiel nicht gesehen hat, mag nicht glauben, dass nach den letzten guten spielerischen Leistungen diese hohe Niederlage möglich war. Man weiß gar nicht, was man dazu sagen soll. Kommentare von mehreren Seiten gab es einige:
„Das kann doch nicht wahr sein.“ „Wie ist denn das passiert?“ „War der Gegner so stark oder wir zu schwach ? –  so die Schleusinger.
„Die spielen ja richtig gut, aber nur bis zum Strafraum.“ „Selbst schuld, wenn man das Tor nicht trifft.“ „So schaffen die nicht mal das Ehrentor.“ „Sechs Schüsse, sechs Tore.“ – so wunderten sich einheimische Fans am Spielfeldrand.
„Ja, ja, es gibt solche Tage, an denen dem Einen alles, dem Anderen nichts gelingt. Macht Euch nichts draus.“  –  so ein Neutraler.

Am meisten wunderten sich wohl die Sonneberger Spieler selbst, wie sie innerhalb von 30 Minuten quasi im Spaziergang, jedes Mal aus dem Nichts viermal bei zumeist Schleusinger Feldüberlegenheit zuschlagen konnten, und das gegen eine Abwehr, die noch zu Kreisliga-Zeiten ein sicheres Bollwerk war und z.B. in Milz nichts zuließ. War es wirklich (nur) ein Glückstag für die Westler? Auch bei den Treffern nach Wiederbeginn hatte man den Eindruck, dass die Unseren mehr nur Begleitschutz darstellten, so z.B. beim zweiten, fünften und sechsten Tor, als sich die beweglichen Torschützen ziemlich ungehindert „durchmauschelten“, und ansonsten „in Schönheit starben.“
Unverständlich dabei, dass der SC – auch mit veränderter Abwehrformation (warum eigentlich ?) –  doch Feldvorteile hatte, eigentlich gefällig kombinierte und wie immer im gesamten Spiel zahlreiche Chancen, immer wieder inszeniert von Fischer und Zetzmann, hatte, aber dann in der torgefährlichen Zone jämmerlich versagte. Schon in der 6. Minute war Dampha nach Fischers Langpass freigespielt, brachte den Ball aber nicht unter Kontrolle. Derselbe hatte dann zweimal tolle Ausgleichsmöglichkeiten. Später „versemmelte“ Sanyang, was nicht nur die Fans erboste, mutterseelenallein vor Torwart Bauer, der mehrmals katzengewandt klärte.
Während besonders Dampha auch in der 2. Halbzeit dreimal vergab (warum in jedem Spiel ?) und auch eine Dreifach-Chance von Sauer und S. Hanf nichts erbrachte, trafen die Westler noch zweimal wie sie wollten. Es war unfassbar!! Nicht einmal das Ehrentor fiel.
Ja, man kann es auch so ausdrücken: Wenn man schon hinten mit den 6 Schüssen (s.o.) des Gegners nicht klarkommt, so sollte man doch vorne seinerseits wie der Kontrahent zuschlagen. So gesehen, hätte das Spiel theoretisch auch 6:6 ausgehen können.
Irgendwie treffen alle obigen Meinungen, jede für sich, zu: Die Mannschaft war im Spiel nach vorne dabei, aber einzelne Akteure versagten vor dem gegnerischen Tor, und hinten fielen die Tore. Das ist widersprüchlich sowohl im Spiel als auch zwischen den bisherigen Spielen, zumal, wenn man bedenkt, dass die zuvor klar beherrschten Milzer in Sachsenbrunn (!) zu drei Toren kamen und nur knapp unterlagen. Das erfordert Ursachenforschung, nicht von uns Außenstehenden, sondern zuerst durch die Mannschaft allein, dann mit Trainer und Abteilungsleitung. Aber eines darf man vielleicht fordern: verstärkt ein gezieltes Torschuss-Sondertraining.
Als Nahziel muss das jeweils nächste Spiel mit trainierter Chancenverwertung bleiben, als Fernziel der Klassenerhalt. Dafür muss die gesamte Mannschaft und jeder Einzelne alles geben. Wir haben lange dafür, auch für unseren Nachwuchs, gekämpft.
So ist zu konstatieren: Dieses ernüchternde Ergebnis war nicht vorauszusehen und völlig unnötig gegen einen Gegner, der im Normalfall durchaus schlagbar war. Ein andauernder Rückschlag darf das also nicht gewesen sein! Wir bleiben dennoch optimistisch, denn Misserfolge sind zumeist weniger am Abwehr- und Spielverhalten als viel mehr an der katastrophalen Torquote festzumachen.
(LeoM)

Opens external link in new windowSpielbericht von Sonneberg-West


Sonneberg: Bauer – Roth (65. Truthän), Lippmann (80. Jähnert), Züllich, Schmidt, Rädlein, Wohlleben, Rauch, Leuthäuser (85. Nasiri), Rezai, Döbrich
Schleusingen: Maciejczyk – S. Heß (46. L. Schmidt), Hellmuthhäuser, S. Hanf, M. Hanf (70. Reinhardt), Sanyang, Fischer, Lenz (65. Jüptner), Sauer, Dampha, Zetzmann

Schiedsrichter: Linß (Burgkunstadt)
Zuschauer: 70
Tore: 1:0 Roth (5.), 2:0, 3:0 Rezai (22., 27.), 4:0 Schmdit (10. - Fouzlstrafstoß), 5:0, 6:0 Roth (49., 64.)

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