SC 07 Schleusingen e.V.
98553 Schleusingen
August-Bebel-Straße 19

11. Spieltag - Kreisliga Südthüringen 07.10.2018

SG Dingsleben/St. Bernhard - SC 07 Schleusingen 1:6

Das war der fünfte Auswärtssieg des SC 07 gegen einen überforderten Gastgeber, der sein Heil darin sah, das gegnerische Aufbauspiel zu stören und damit Tore zu verhindern, was ihm in der 1. Hälfte zeitweise gelang, als sich die Gäste auf dem holprigen Boden, der die Ballkontrolle störte, schwertaten, aber dennoch zwei Tore erzielten. Allerdings dauerte es bis zur 21. Minute – Sanyang verwandelte einen Günther-Eckball direkt. Dem zweiten Treffer kurz vor der Pause ging ein öffnender Diagonalpass (ein probates Mittel gegen die Störarbeit statt ein störanfälliges Klein-Klein-Spiel) auf Schmidt voraus. Günther brauchte dessen lange Eingabe nur noch einzuschieben. Dieser Erfolg war ein Lehrstück. Die Anweisung von der Bank lautete in dieser Phase richtigerweise mehrmals: „Ruhig bleiben!“ „Lösen!“ „Spielen!“
Nach dem Wechsel, als die SG immer mehr abbaute und dem erhöhten Tempo nicht mehr folgen konnte, wurden Spiel und Kombinationen der Blau-Gelben flüssiger und folglich fielen Tore, allerdings zu wenige. Das 0:3 ging mit einem Schrägschuss nach Eckball auf das Konto von Hellmuthhäuser. Der vierte Treffer gelang Dampha, der seinen Alleingang von der Mittellinie gegen die Abseitsfalle mit Erfolg krönte. Dem fünften Tor – ein Kopfball-Eigentor von Eppler – ging eine hohe Freistoß-Eingabe von Hess voraus. Schließlich marschierte wieder Dampha durch die gegnerische Hälfte und stellte den Endstand her, auch wenn dafür Pehlke im Spielbericht als Torschütze benannt wurde. Für weitere Torerfolge nach Einspielen in die inzwischen löchrige Abwehr fehlte ganz einfach die letzte Konsequenz.
Seltene Gefahrenmomente, besonders mit Eckbällen, für das Schleusinger Gehäuse entstanden, wenn die SC-Abwehr das (im Prinzip nachvollziehbare) Aufbauspiel übertrieb, statt auch mal resolut zu klären, und wenn sich Torjäger Hakouti mal durchsetzen konnte: So scheiterte er in der 28. Minute, als er sich in den Strafraum durchwühlte, jeweils mit Schuss und Nachschuss. Dann schob er überlegt ein, zum Ehrentor, indem er einen Ballverlust nutzte und von der Mittelinie aus allein durch war. Danach fiel er in Zweikämpfen mit anschließender Schutzauswechslung zweimal aus der Rolle, Schiedsrichter Kluck – wie oft leitet er eigentlich Schleusinger Spiele? – war da sehr, sehr nachsichtig.
Auch klare Erfolge gewähren Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung einer Mannschaft.
(LeoM)

Dingsleben/St. Bernhard: Schmäußer – D. Pfeffer, Werner, Eppler, Erkenbrecher, Brüggert (79. Stammberger), Hakouti (67. Sayegh), Röder, Henn, Hofmann (60. Leffler), Amthor
Schleusingen: Maciejczyk – Thorwirth, Sauer, Heß, L. Schmidt, Arnold (51. Pehlke), Zetzmann, Sanyang, Hellmuthhäuser (79. M. Hanf), Günther (56. Lohfink), Dampha

Schiedsrichter: Kluck (Effelder)
Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Sanyang (21.), 0:2 Günther (41.), 0:3 Hellmuthhäuser (55.), 0:4 Dampha (58.), 1:4 Hakouti (58.), 1:5 Eppler (73. - Eigentor), 1:6 Pehlke (83.)

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